Brauche ich überhaupt eine Portierung?
Nur, wenn Sie den Telefonanbieter wechseln. Eine neue Telefonanlage allein ist kein Grund dafür. Bleiben Sie bei Ihrem Anbieter und bietet er einen SIP-Trunk an, verbindet er Ihre bestehenden Nummern einfach mit der neuen Anlage. Das ist der kürzeste Weg. Eine Portierung lohnt sich, wenn der bisherige Anbieter keinen SIP-Trunk anbietet, zu teuer ist oder Sie die Nummern bei einem Anbieter bündeln wollen.
So läuft eine Portierung ab
| Schritt | Was passiert |
|---|---|
| Nummern auflisten | Alle Nummern und Nummernblöcke, auch Faxnummern und selten genutzte. Was nicht auf dem Auftrag steht, zieht nicht mit. |
| Auftrag unterschreiben | Der neue Anbieter stellt das Formular. Firmenname, Adresse und Kundennummer müssen genau so lauten wie beim alten Anbieter. |
| Termin festlegen | Der neue Anbieter stimmt den Umschalttag mit dem alten ab. Bis dahin läuft alles wie bisher. |
| Anlage vorbereiten | Die neue Anlage ist bereits fertig eingerichtet und mit dem neuen Anbieter verbunden. |
| Umschalten und testen | Am Stichtag gehen die Nummern über. Danach wird geprüft: Anruf von aussen, Anruf nach aussen, angezeigte Nummer. |
Was eine Portierung verzögert
- Abweichende Angaben. Steht beim alten Anbieter «Muster AG» und auf dem Auftrag «Muster Holzbau AG», kann der Antrag zurückkommen. Nehmen Sie die letzte Rechnung des alten Anbieters als Vorlage.
- Vergessene Nummern. Eine Faxnummer oder ein Teil eines Nummernblocks, der fehlt, bleibt beim alten Anbieter und geht mit dem alten Vertrag verloren.
- Zu früh gekündigt. Ist der alte Anschluss schon gekündigt, sind die Nummern womöglich nicht mehr portierbar. Kündigen Sie deshalb nichts selbst.
Planen Sie für eine Portierung einige Wochen ein und legen Sie den Stichtag nicht auf einen Tag, an dem viel telefoniert wird. Bei einem Wechsel zu myPBX stimmen wir den Termin mit dem Anbieter ab und haben die neue Anlage am Stichtag fertig.
Liechtenstein, Schweiz und das Rheintal
Mitnehmen lässt sich eine Nummer zu einem Anbieter, der Nummern dieses Landes unterstützt. Viele Länder vergeben ihre Nummern nur über zugelassene Anbieter im Land: Liechtensteiner Nummern mit +423 gibt es nur bei Anbietern in Liechtenstein, etwa Voxphone oder Hoi. Eine Schweizer Nummer geht zu einem Anbieter mit Schweizer Nummern wie Sipcall. Firmen im Rheintal mit Standorten auf beiden Seiten des Rheins können beides auf einer Anlage haben: Die Anlage nimmt Leitungen mehrerer Anbieter gleichzeitig an.
Kosten: Manche Anbieter portieren Einzelnummern kostenlos und verrechnen nur Nummernblöcke einmalig, andere verrechnen jede Portierung. Fragen Sie den neuen Anbieter vor dem Auftrag danach.
Die Anlage hängt nicht an der Nummer
Bei myPBX ist die Telefonanlage vom Anbieter getrennt. Wechseln Sie später erneut den Anbieter, bleibt die Anlage, wie sie ist: Es ändert sich nur die Leitung, nicht Ihre Einstellungen, Ansagen oder Telefone. Wie das bei einem kompletten Wechsel zusammenspielt, steht unter Alte Telefonanlage ersetzen.
